Ladakh liegt in Nordindien zwischen Kaschmir und Tibet. Die Landschaft ist geprägt von den Bergen des Himalaya und wird wegen der Ähnlichkeit auch „Klein-Tibet“ genannt. Der Buddhismus ist die Hauptreligion und wird besonders von den aus ihrer Heimat geflohenen Tibetern hoch gehalten.
Wir erreichen die 3500 m hoch gelegene Hauptstadt Leh mit dem Flugzeug aus Delhi. Beim spektakulären Landeanflug im engen Indus-Tal kommt man den Bergspitzen ganz nah. Die ersten Tage verbringt man zur Akklimatisierung im freundlichen, aber lauten und etwas chaotischen Leh. Bei einer Wanderung auf den Tempelberg der Stadt fordert die Höhenluft ungewöhnlich viele Pausen. Es werden die Angebote für Trekking-Touren geprüft und dann vor Ort über eine Agentur ein Guide und ein Pony-Man angeheuert.
Bei der Anfahrt zum Ausgangspunkt werden Klöster besucht, die sich eindrucksvoll in die rauhe Landschaft schmiegen. Start der 8-tägigen Wanderung ist eine einsame als „Campingplatz“ beschilderte Wiese auf ca. 4300 m. Am ersten Tag glauben wir noch, dem Tempo des Führers und der schwer beladenen Ponys folgen zu müssen – Kopfschmerzen „erinnerten“ uns an die dünne Luft im Himalaya. Nach 6 Pässen (der höchste lag bei 5200 m) erreichten wir in 6 bis 7-stündigen Tagesetappen und wunderschön gelegenen Zeltplätzen den Tso Moriri-See. Die Rückfahrt nach Delhi erfolgt über die nur im Sommer offene Straße durch das Gebirge und ist nix für schwache Nerven. Die Stadtbesichtigung in Delhi schließt einen unvergesslichen Urlaub in Indien ab.